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Fremdkörper (verschluckt / eingeatmet) Drucken E-Mail
Verschluckte und eingeatmete Fremdkörper
Im Spiel, aus Neugierde oder weil er so appetitlich roch hat der Hund einen Fremdkörper verschluckt. Ersticken oder Organ­schäden drohen. Jetzt ist richtiges und besonnenes Handeln gefragt.

Fremdkörper können im Hundekörper zwei Wege nehmen: Über die Speise­röhre in den Magen und nachfolgend in den Darm oder in die Atemwege (Nase, Luftröhre und Lunge). Dem­ent­sprechend werden Sie unterschiedliche Symptome feststellen. Bitte beachten Sie, dass nicht alle Symptome auftreten müssen.

Fremdkörper in den Atemwegen:


Symptome
  • Atemnot (Bewusstlosigkeit kann folgen)
  • blaue Zunge / Lefzen
  • Husten
  • Niesen (Fremdkörper in der Nase)
  • Röcheln
  • Atmung wird von Zisch- bzw. Pfeiflauten  oder Rasseln begleitet
  • Schaumiger, glasiger Speichel wird ausgehustet

 

So helfen Sie Ihrem Hund

  • Falls möglich, heben Sie Ihren Hund an den Hinterbeinen hoch (bitte nicht schütteln!)
    Alternative: Klopfen Sie Ihrem Hund immer, wenn er ausatmet (hustet) zwischen die Schulterblätter. Reden Sie beruhigend mit Ihrem Hund, damit er Ihre Hilfe nicht als Strafe oder Angriff missversteht
  • Bei Bewusstlosigkeit und Atemstillstand: beatmen
  • Bei anhaltenden Pro­blemen, Tierarzt aufsuchen (bitte vorher anrufen)
 

Fremdkörper in der Speiseröhre oder im Magen- / Darmtrakt:


Symptome
  • Erbrechen
  • Würgen
  • Hund frisst nicht
  • Zunehmende Mattheit
  • Teile des Fremdkörpers sind im Fang oder am After sichtbar (z.B. Schnur)
 
So helfen Sie Ihrem Hund:
  • auf keinen Fall den Fremdkörper herausziehen oder Erbrechen auslösen
  • Werden Körperteile abge­schnürt (z.B. Zunge oder Fang), durchtrennen Sie vorsichtig den Fremdkörper
  • unbedingt zum Tierarzt (damit alle Fremdkörper entfernt werden)
 
Durch Ihr vorausschauendes Handeln können Sie Notfälle mit gefressenen oder verschluckten Fremdkörpern vermeiden.
Gerade Welpen neigen dazu alles in Ihrem Umfeld zu „erkunden“. Deshalb sollte der Hundenachwuchs nicht ohne Ihre Aufsicht sein.
Grundsätzlich gilt für Hunde jeden Alters, dass sie nur mit geeignetem Spielzeug spielen sollen. Achten Sie diesbezüglich z.B. auf Bälle, die groß genug für Ihren Hund sind und nicht verschluckt werden können.
Bedenken Sie bitte, dass auch weicher Kunststoff eine tödliche Gefahr für Ihren Hund bedeuten kann. Durch die Magensäure wird dem Material der Weichmacher entzogen. Dadurch wird der flexible Gegenstand steinhart und kann den Magen oder Darm von innen aufschlitzen.

 

 
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